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Ich bin Nichtraucher
Niederlage
Tja,... hm,... *grübel-grübel*
In der Beschreibung dieser Rubrik Ich bin Nichtraucher hatte ich geschrieben: Dokumentation eines Versuchs, das Rauchen aufzugeben und nicht zuzunehmen.
Um es kurz zu machen, der Versuch ist gescheitert, auf ganzer Linie. Leider auch bei meiner besten Freundin S. Das macht es schwierig, einen erneuten Versuch ernsthaft zu wagen.
Fünf Monate war ich komplett rauchfrei, dann kam der dusselige Test, den ich nicht gepackt habe und danach fing ich peu á peu wieder an, hier eine Zigarette geschnorrt und da eine, und bald hatte ich eine Schachtel "für alle Fälle" gekauft, um die geschnorrten Kippen zu ersetzen und bei Bedarf was da zu haben. Leider stieg der Bedarf.
Bezeichnenderweise habe ich die Rubrik Ich bin Nichtraucher völlig aus meinem Bewußtsein verdrängt. Erst als ich jetzt eine neue Rubrik angelegt habe, kam sie mir wieder vor die Augen.
Ich rauche zwar (noch) nicht wieder soviel wie vor dem 01.05.04, meine Wohnung ist und bleibt z.B. (bis auf die Küche, wenn ich Besuch habe - in der Küche dampft's ja eh öfter) auf jeden Fall rauchfrei - ich habe keine Lust, jedes oder jedes zweite Jahr zu renovieren. Und in der Firma qualme ich auch nicht soviel. Trotzdem ärgert es mich. Ich denke, ich werde auf jeden Fall wieder aufhören. Bisher hat es nur noch nicht richtig "klick" gemacht.
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Geständnis
Ich bin schwach geworden. Während meines Urlaubes haben meine Mitstreiterin S. und ich je zwei Zigaretten geraucht. Die erste schmeckte scheußlich und der Rauch kratzte im Hals. Die zweite kratzte schon nicht mehr so schlimm. Trotzdem haben wir beide Kippen nicht komplett aufgeraucht. Wir hatten wohl Angst, wieder Gefallen daran zu finden.
Wir besuchten eine Freundin von S. an ihrem Arbeitsplatz, kurz nach Feierabend. M. raucht gelegentlich, hatte aber gerade keine Zigaretten mehr. Ich zog am Automaten eine Schachtel und schenkte sie ihr hinterher. Das war eine gute Entscheidung, denke ich.
Die Zigaretten, die ich noch in meiner Wohnung habe, liegen seit Mai in der Schublade. Wenn ich mal wieder eine rauche, dann nicht in der Wohnung. Denn dann ist es vorbei mit den guten Vorsätzen. Und auch auf der Arbeit werde ich es zu vermeiden wissen. Bei einem guten Glas Wein jedoch, in guter Gesellschaft, könnte ich mir vorstellen, gelegentlich ein Kippchen zu rauchen. Und das gute Glas wein oder hin und wieder ein Bier kommt eh selten bei mir vor. Weihnachten ist beinahe öfter.
Ich hatte gedacht, ich wäre so anfällig wie ein trockener Alkoholiker z.B. Dem kann ja schon eine Weinbrandbohne oder ein Yes-Torty (ja, liebe Eltern, da ist Alkohol drin) zum Verhängnis werden und zum Rückfall führen.
Ein schlechtes Gewissen habe ich aber nicht und ich ärgere mich auch nicht sonderlich über diesen Ausrutscher. Solange es nicht zur Gewohnheit wird...
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Der 100. Tag
Seit 100 Tagen rauche ich nicht mehr!
Yippieh! 100 Tage - ich hätt's nicht für möglich gehalten! Ich bin richtig stolz auf mich. Das muß gefeiert werden. Ich hab da mal was vorbereitet...


Kommt, stoßt mit mir an!

Prosit!
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Der 75. Tag
Wow! Keinen Pfifferling hätte ich darauf gegeben, wenn mir einer gesagt hätte, ich hielte das Nichtrauchen solange durch. Aber heute ist tatsächlich der 75. Tag. S., die mit mir aufgehört hat, ergeht es ebenso. Wir staunen fassungslos.
Schmacht habe ich schon lange nicht mehr. Nur manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, daß so ein glimmendes Kippchen ganz gut zum Käffchen passen würde oder zu einem leckeren Drink.
Als ich vorgestern S. in ihrem Büro besuchte und sie auf den Dicken wartete, schlug sie vor, schon mal nach unten zu gehen. Sie brach abrupt ab, weil sie "dann können wir noch eine zusammen rauchen" auf den Lippen hatte.
Also bis in die letzte Hirnzelle hat sich das doch noch nicht herumgesprochen, daß wir Nichtraucher sind. 
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Der 56. Tag
Mit dem Nichtrauchen ist alles im grünen Bereich. Nur das Abnehmen will nicht klappen. Und geradelt bin ich in dieser Woche auch noch nicht. Fußball ist spannend, da kann man nicht nebenbei in die Pedale treten. Ich hab's versucht, aber es geht bergab. Kleines Wortspiel. 
Heute habe ich gehört, daß Radrennsportler Jan Ullrich süchtig nach Schokolade ist. Macht ihn mir ja noch sympathischer!
Ullrich hat seine Autobiographie veröffentlicht und darin schreibt er auch, weshalb er so ein Schokoladenfan ist: Sein älterer Bruder hat dem neugeborenen Jan einen Schokoladenweihnachtsmann in den Mund gesteckt und der kleine Bruder nuckelte dann an dem Naschwerk.
Ich frage mich nun, wer mir seinerzeit einen schokoladigen Weihnachtsmann..., nein, ich bin ja ein Frühlingskind! Also wer hat mir wohl damals einen Schoko-Osterhasen in den Mund gesteckt? Dummerweise habe ich keine älteren Geschwister...
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Der 50.Tag
Eine meiner besten Freundinnen, T., feiert heute in ihren morgigen Geburtstag hinein. Da ist Big Party angesagt. Und daß sie ausgerechnet dann feiern muß, wenn zwei EM-Spiele laufen, ist ärgerlich.
Auf der Fete werden viele junge Leute sein und auch die komplette Familie T.s. Sie hat einen älteren und einen jüngeren Bruder. Und bis auf den Ältesten rauchen alle, Eltern und Kinder. Unter den Gästen sind die wenigsten Nichtraucher. Das wird eine Herausforderung. Zum Glück bin ich Fahrer. Ich werde keinen Alkohol trinken und kann mich so wenigstens nicht am nächsten Morgen herausreden, ich wäre wegen des Alkohols rückfällig und wieder zum Raucher geworden. Nein, wenn es passiert, dann bewußt.
S. ist auch da und die wird mir den Kopf zurechtrücken, wenn ich eine Kippe in die Hand nehme. Wird schon gutgehen...
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Der 44. Tag
Heute morgen hatte ich in einem Dämmerzustand zwischen Wachsein und Schlummern noch einen Traum. Und er war so realistisch...
Ich träumte, wie ich eine Zigarette rauchte. Zug um Zug, Rauchwölkchen um Rauchwölkchen verfolgte ich im Traum, wie die Kippe verglomm und der Rauch sich in meinen Lungenflügeln verteilte.
Als ich aufwachte, schnupperte ich erst einmal erschrocken an meinen Fingern, ob die nach Tabak rochen, und schaute nach den Aschenbechern, die aber bis auf den "Fisch" sauber im Küchenregal standen. Der "Fisch" thront unbenutzt auf dem Couchtisch. Dann mußte ich husten. Ich weiß nicht, ob ich mich verschluckt hatte oder ob meine Luftröhre von irgendwas gereizt wurde. Es hörte sich, wie immer, nicht gut an - das hatte ich allerdings schon als Kind, seit einer verschleppten Bronchistis. Es ist also kein Merkmal des Raucherhustens.
Der Traum beschäftigte mich den ganzen Tag, weil er so realistisch war. Und ich hatte kein Bedürfnis zu rauchen. Vielmehr überraschte mich, daß ich erschrocken erwachte. "Verdammt, ich habe geraucht!" Und nach dem Realisieren, daß dem doch nicht so war, ein Aufatmen.
In meinem Unterbewußtsein scheint was angekommen zu sein. Ich bin auf einem guten Weg.
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