Frau Jotts Kaleidoskop

 

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Stadtgespräch - Robbie Williams bei T-Mobile?

In Bonn kursiert seit ein paar Tagen ein Gerücht: Robbie Williams kommt zur Weihnachtsfeier seines Sponsors, dem Bonner Mobilfunkbetreiber T-Mobile.


Für das provinzielle Bonn ist das was. Der EXPRESS berichtete. Und nun wird spekuliert. Williams ist am Samstag bei "Wetten, daß...?" in Düsseldorf. Warum also sollte er nicht beim Sponsor vorbeischauen?


Ich muß dort vorbei, wenn ich Feierabend habe und nach Hause will. Da wird was los sein. Obwohl ja alle dementiert haben, daß "Robbiiieee" zur Weihnachtsfeier kommt. Ich kenne einige Mitarbeiter von T-Mobile, die sind ebenso unwissend. Nichts Genaues weiß man nicht...


Fakt ist, zu den Weihnachtsfeiern bei Telekom & Co. kommen nur Mitarbeiter, die Sicherheitskontrollen sind enorm. Früher ließ man wohl noch die kleinen Kinder von Mitarbeitern rein, das ist auch lange vorbei. Ich kann mir aber vorstellen, daß die Firmenzentrale dennoch von hysterisch kreischenden Fans belagert wird. Viel Spaß denen drinnen.


Im Netz habe ich einige ein bißchen neidische Fanbemerkungen *klick* gelesen. Ein T-Mobiler hat mir erzählt, daß in der Belegschaft allmählich von oben nach unten durchsickere (oder brodelt es nur aus der Gerüchteküche?), Super-Robbie wäre zwar da, aber er würde weder singen, noch Autogramme geben.


Was soll, was will er dann da - nur feiern? Auf Mallorca sieht man doch schon genug von oben bis unten tätowierte Engländer, die nix vertragen können, nun auch noch auf 'ner Firmenweihnachtsfeier! Und wo entsorgen die T-Mobile-Mitarbeiterinnen dann ihre BHs, die sie "Robbiiieee" auf die Bühne werfen wollten?

8.12.05 21:25


Was ich in diesen Tagen absolut nicht mag: ...

... Angela Merkel zuhören. Nun sieht sie zwar etwas netter aus und lächelt auch mal, aber wie sie redet - mir graut schon vor der Weihnachtsansprache!


... Filtertüten, deren Nähte nicht halten - und das am frühen Morgen! Wenn ich "türkischen Kaffee" will, fahre ich in den Norden.


... den Begriff "Rebellen" für Blogger, die so wütend und verärgert sind, daß sie die Flucht ergreifen. Ich bin auch oft verärgert und wütend, reiße aber selten aus - bin ich eine Heldin?


... "Gammelfleisch". Hier finde ich nicht nur den Begriff an sich ekelhaft. Bah! Wer weiß, was ich schon alles verputzt habe, von wegen Kalbsleberwurst im Golddarm. Einen metallenen Darm bräuchte man vielleicht auch bei der Verdauung des Abfalls.


... Gemüse aus dem Supermarkt. Irgendwelche Tester haben zuviel Pestizide und andere Schadstoffe darin gefunden. Die chemische Industrie wünscht guten Appetit! Was kann man denn überhaupt noch essen? Alles - manches vielleicht nur einmal...


... Aufstehen. Wenn morgens der Wecker klingelt, kann ich nicht mal aggressiv werden und das arme Gerät, das nichts dafür kann, daß es pflichtbewußt seinen Dienst tut (im Gegesatz zu mir, die damit z.Zt. ein paar Schwierigkeiten hat), an die Wand werfen. Ich bin dazu viel zu müd!


... "Bliemschengaffee" oder Lorke. Gründe wie oben genannt. Irgendwann piept meine Tastatur im Büro, wenn der Kopf hiernieder sinkt.


... Putzen. Es kostet Zeit und macht so schnell müde. Eine Putzfrau wäre fein oder wenigstens die Heinzelmännchen, die kosten auch nix... Aber da mußte ja dieses dusselije Kölsche Wiev luure...


... der laue Kantinenfraß. Jeden Tag Fritten und matschiges Gemüse, fettige Fleischgerichte. Und das zu happigen Preisen und mit Kantinenpersonal, das nicht zu Potte kommt. Die Krönung heute war Zigeunersauce. Da erwarte ich was Rötliches mit viel Paprika drin und Schärfe. Stattdessen was Braunes mit Schnippelbohnen, Mais, Möhrenscheibchen und einem Hauch Gemüsepaprika. Zigeunereintopf, oder was?


... eine elektronisch gesteuerte Weihnachtsmannpuppe, mannshoch, die ihre Hüften kreisen läßt und das Lied "Jingle Bells Rock" abspielt.


... den Fischverkäufer im HIT-Markt, der den albernen Weihnachtsmann unaufhörlich singen und swingen  läßt.


... gute Ratschläge von Kollegen, die den Test im Januar nicht kennen, noch nie absolviert haben, und auch keine Ambitionen dazu haben, dran teilzunehmen, aber ganz genau wissen, wo's langgeht. Is klar, Jungs und Mädels!


Mir fiele noch viel mehr ein, glaube ich.


Was ich hingegen in diesen Tagen gerne machen würde:


... ausschlafen, gemütlich frühstücken, lesen, schlafen, Glühwein trinken, Musik hören, schlafen, SIMS 2 spielen, schlafen, was leckeres kochen und essen, Glühwein trinken, schlafen, fernsehen, schlafen... usw. usf.

7.12.05 01:45


Arbeit, die ewige Last, ohne die alle übrigen Lasten unerträglich würden.


Klaus Mann


 


Anmerkung von Frau Jott:
Das muß der Leitspruch meiner Kollegin sein, die sagt, sie würde sich auf der Arbeit erholen - von ihrer Familie.


Ja, ich weiß, das ist eine eigenwillige Form der Interpretation...

8.12.05 21:35


Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Voltaire


 


Anmerkung von Frau Jott:
Nein, liebe "Rebellen", damit seid nicht Ihr gemeint und auch nicht die, die hier ausharren.


 

7.12.05 01:06


Wem ich was in die Schuhe schieben will

Normalerweise gehöre ich ja immer zu denen, die sich als erste echauffieren, und das mit wachsender Begeisterung. Und was habe ich immer gewettert, wenn es hier hakte - neu- (PISA-)deutsch gern auch "hackte" (gesprochen wird es immer noch hakte - ich rede noch nicht vom Hacker). Die Aufregung jetzt allerdings, und was daraus folgte, kann ich nicht ganz nachvollziehen.


Da treibt ein Hacker sein Unwesen bei 20six und richtet beträchtlichen Schaden an. Aber anstatt die Bloggemeinde zusammensteht und dem Support - der, zugegeben, mehr als minimalistisch ist und, wenn ich mich recht erinnere, eigentlich mehr ehrenamtlich tätig ist - den Rücken stärkt, wird gejammert und gemeckert, was das Zeug hält und die Blogger gehen sich noch gegenseitig an, weil irgendwer was falsch in den Hals gekriegt hat. Gut, bei mancher Ausdrucksweise konnte man manches auch nicht in den richtigen Hals kriegen.


Hallo? Leute, geht's Euch noch gut? Soweit ich mich erinnere, hat Nostradamus nicht prophezeit, daß ein Hacker hier Wirrwarr anrichtet - oder irre ich mich, lieber Reisender? Wer sich einigermaßen mit PC und Internet auskennt und ein wenig am Tagesgeschehen Anteil nimmt, der weiß, daß man nie 100%ig vor Hackern und anderen unlauteren Internetnutzern geschützt ist. Sie sind immer schneller als der beste Abwehrschutz. Was viele meiner geschätzten Blognachbarn hier aber machen, kommt diesem Szenario gleich:


Ein Minibagger einer Baufirma, die neue Telefonkabel in der Straße vorm Haus verlegt, beschädigt bei den Bauarbeiten ein Stromkabel. Bauz! Die ganze Straße hat keinen Strom mehr. Die Mieter, Leute jeden Alters, grundverschieden und ein bißchen Multikulti, ein bißchen Spießertum neben Provokateuren, Punk und Baby-Pop - und doch friedliche Nachbarn, die sich foppen, aber auch zusammenhalten, sich untereinander helfen und sogar gemeinsam Straßenfeste feiern. Sie informieren die Stromfirma, die verspricht, sich umgehend der Sache anzunehmen. Da die Mieter sich aber für einen recht preiswerten Stromlieferanten entschieden haben, der massiv rationalsiert hat, um profitabel zu bleiben und wenig Personal beschäftigt - vor allem im technischen Außendienst sieht es mau aus -, kann das ein wenig dauern.


Die Mieter sind entsetzt, binnen zwei Stunden muß das doch repariert sein. Sie berufen eiligst eine Mieterversammlung ein, lassen Plakate drucken: "Scheiß Stromlieferant!", "Wenn Du Strom vom Stromlieferanten beziehst, bist Du verraten und verkauft!", die sie in ihre Fenster hängen, so daß man sie von der Straße aus sieht. Dummerweise verdunkeln die Fenster das Zimmer, aber das nehmen sie in Kauf. Wenn sie Strom hätten, könnten sie wenigstens das Licht anknipsen, so sitzen sie aber im Dunkeln bei mickrigem Kerzenschein und jammern und barmen.


Damit nicht genug, immer wieder rufen sie bei der Energiefirma an, die jedoch auch den einzigen Mitarbeiter des Kundenservices losgeschickt hat, bei der Reparatur zu helfen. Unsere emsigen Mieter erreichen also niemanden und sind noch saurer. Viele drohen, die Stromgesellschaft zu wechseln und rüsten schon zum Umzug, auch wenn sie nach den gültigen AGB der Stromgesellschaft gar nicht so schnell wegkönnen.


Einige Mieter versuchen, ihre aufgebrachten Nachbarn zu beschwichtigen. Sie werden angebrüllt und beschimpft. Ein zorniger Nachbar meint sogar, daß der - in seinen Augen - recht sonderbare Mieter aus dem Dachgeschoß, der junge Spund, so ein Quertreiber - wie der Zornige meint -, hinter der Sabotage steckt. Andere stimmen in die Anklage ein. Ja, der junge Kerl war doch schon immer verdächtig...


Die Bauarbeiter, darunter unser Baggerführer, freuen sich über das lautstarke Zetern; das Durcheinander, das sie angerichtet haben, es bringt Abwechslung in ihr ansonsten recht dröges Leben. Sie haben quasi Feierabend und beobachten wie sich die friedliche Nachbarschaft in die Wolle kriegt, sich verdächtigt und denunziert. Die Baufirma wird von den Mietern zwar beschimpft - aber aus der Ferne. Wenn die Mieter allerdings einem Monteur von der Stromgesellschaft treffen würden ... am liebsten am Kinn...


(Ähnkeiten mit tatsächlich lebenden Personen sind manchmal, aber nicht immer beabsichtigt und daß alles kursiv Gedruckte der Wahrheit entspricht, kann nicht versichert werden. Aber wie es ausgeht, das wüßte ich auch gern.)


Liebe Blognachbarn, die Ihr gedroht habt, den Anbieter zu wechseln und/oder Euer Blog sogar schon geschlossen oder gelöscht habt, denkt nochmal darüber nach. Wem schadet Ihr damit, wenn Ihr geht? 20six? Wohl kaum. Warum seid Ihr denn nicht schon früher gegangen, als Systemausfälle und andere Pannen 20six lahmlegten oder das Bloggen arg erschwerten? Der Support war schon damals nur sporadisch besetzt. Ihr seid geblieben, weil es Euch in der Bloggemeinde gefallen hat - nette Nachbarn, manche gar Freunde, mit denen man diskutieren, lachen und manchmal auch streiten konnte. Das ist doch das, was 20six ausmacht, oder nicht?


Was jetzt geschieht, ist rumzicken. Erinnert mich an die Werbung für das Erkältungsspray Erste Abwehr. Der Spot, in dem ein kleiner Junge im Supermarkt quengelt, Chips und Süßes haben will und als er es nicht kriegt, losplärren will. Noch bevor er den ersten Sirenenton ausstoßen kann, kommt ihm seine Mutter zuvor. Sie wirft sich auf den Boden, strampelt, schreit und plärrt, während der Kleine peinlich berührt zur Salzsäule erstarrt. Die Mutter steht auf und eine einzige Kopfbewegung genügt, daß der Junge artig und stumm ohne Süßes und Chips seiner Mutter folgt.


Großartige Werbung, großartige Pädagogik. 


Was ich damit sagen will: mancher Blognachbar kommt mir derzeit leider wie ein Kleinkind vor, das sich in einen Schreikrampf hineingesteigert hat. Leute! Die Fans von Tokio Hotel benehmen sich dagegen geradezu gesittet, wenn die/der Sänger/in der Band inmitten der Groupies auftaucht!


Ach ja, falls es jemanden interessiert: wollt Ihr wissen, warum ich mich diesmal (ausnahmsweise) nicht echauffiere und die 20six-Techniker machen und schrauben lasse? Ich arbeite in einem großen Dienstleistungsunternehmen, der Computer ist mein Werkzeug. Wenn dort mal etwas nicht läuft, geht nichts mehr. Und es gibt nun mal hin und wieder kleine und mittlere Pannen, die die Arbeit mal für ein, zwei Stunden lahmlegen. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn mittels Computer kommunizieren wir mit Menschen von "draußen", mit unseren Kunden. Und darunter sind einige, die einem nicht immer wohlgesonnen sind und Blödsinn treiben, der meiner Firma ab und zu richtig zu schaffen macht.


Wie ich oben schon ausführte, wer Arges im Schilde führt, ist meist schneller als der Gute, der nicht weiß, was wann wo wie auf ihn zukommt.


Denkt noch einmal darüber nach, ich werde 20six nicht verlassen. Ich werde aber auch nicht jedem und seinen Spuren folgen können. Und das fände ich mehr als schade.



In diesem Sinne will ich Euch, weil heute Nikolaus ist, was in die Schuhe schieben. Ich schmeiße 'ne Runde Baldrian, zur Beruhigung. Mancher kann's brauchen...


Ich wünsche Euch einen schönen Nikolaustag, falls Ihr die Stiefel geputzt habt, eine üppige Füllung desselben und weiterhin eine friedliche, besinnliche Adventszeit. Wenn's geht, auch hier bei 20six.

6.12.05 03:20


Proletarischer Weihnachtsbaum

Meine Mutter züchtet neuerdings Christbäume. Sie hat ein neues Nadelgehölz kreiert. Aber nur verbal.


Hä?


Wenn Mama Jott am Wochenende mit ihrer Tochter telefoniert und nebenbei sehr sorgsam die blauen Arbeitsklamotten des Göttergatten bügelt, kann sie schon mal durcheinanderkommen, wenn das Gespräch auf Christbäume kommt. Dann "kreuzt" sie eben mal eine BLAUTANNE mit einer NORDMANNTANNE, so daß am Ende eine BLAUMANNTANNE herauskommt.


Ach Mutti, das Lachen hat gutgetan.

5.12.05 23:23


Eine Chance zu sehen, ist keine Kunst. Die Kunst ist, eine Chance als erster zu sehen.


Benjamin Franklin

2.12.05 22:47


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